11. – 14. Tag: Cusco – Das heilige Urumbatal und natürlich Macchu Picchu

Die Altstadt Cuscos

Nach dem Abschiedsessen am Abend mit Marco nehmen wir den Nachtbus nach Lima. Morgens um sieben kommen wir an und fahren direkt weiter zum Flughafen, wo uns ein Flieger von LAN innerhalb einer Stunde nach Cusco bringt. Schon am Flughafen in Lima werden wir von einer höflichen Dame auf sehr günstige Übernachtungsmöglichkeiten in Cusco angesprochen und wenn wir nach Macchu Picchu wollten, können ihre Kollegen dort alles buchen. In Cusco kommt dann tatsächlich ihre Kollegin auf uns zu und will uns in ein bestimmtes Hotel bringen. Wir haben allerdings unsere eigenen Vorstellungen und wollen ins Casa municipal, welches leider ausgebucht ist. Zwanzig Meter daneben, mitten in einer schönen Altstadtgasse liegt das Hostal Euro und wir kriegen ein hübsches Zimmer mit Dachterrasse und herrlichem Cusco-Blick für 20 Dollar mit Frühstück. Nachmittags besichtigen wir von außen die Inkastadt Saqsaywaman, da der Eintritt 40 Soles kostet und wir dafür zu wenig Zeit haben. Am Abend sehen wir uns Cuscos Altstadt an. Alles erinnert mich irgendwie an Heidelberg: die vielen Touristen, Englisch sprechende Kellner und Straßencafes, etwas, dass es eigentlich sonst nie gibt.

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Catedral

 

Bei einer Agentur buchen wir aus Zeitmangel für 25 Soles eine eintägige Bustour in das Urumbatal und bald fühle ich mich auch schon wie ein Japaner in Heidelberg. Die Tour startet früh am nächsten Morgen und führt mit einigen Stopps zum Fotografieren (Japaner!) nach Pisac auf den Markt und die Felsenfestung der Inkas. Kleiner Tipp: nicht den Massen-Trampelpfad nach oben nehmen, sondern den unteren Teil besuchen. Da geht niemand hin und wir waren völlig allein in dieser Anlage. Nach einer Stunde geht es weiter zu einem Restaurant und anschließend nach Ollantaytambo, wo wir die Inkafestung mit dem Sonnentempel besichtigen. Die Steinmetzkunst der Inkas ist wirklich beeindruckend. Dagegen war die Baukunst der Spanier architektonisches Fastfood.. Die Rückfahrt geht über Chinchero und um sieben sind wir wieder in Cusco. Fazit: Eigentlich müsste man dieses wunderschöne Tal zu Fuß oder Fahrrad erkunden und viel Zeit mitbringen. Wenn das nicht geht, ist man mit so einer Parforcetour recht gut bedient, zumal der Führer einige Ahnung hatte.

Abends kaufen wir noch die Zugtickets für Macchu Picchu (70 $ pro Person mit Busfahrt zwischen Cusco und Ollantaytambo) und die Zugtickets nach Puno am Titicacasee.

Früh raus (zum wievielten Male schreib ich das jetzt eigentlich? Es war wirklich kein Urlaub zum Ausschlafen) und mit dem Bus nach Ollantaytambo. Von dort mit dem Zug weiter nach Aguas Calientes. Nachdem wir schon so viel Geld ausgegeben haben, war mir die überteuerte Busfahrt von dort nach den Ruinen total egal. Hier die Kostenaufstellung für Macchu Picchu:

Bus/Zugfahrt                     70 Dollar
Eintritt Macchu Picchu     79 Soles
Shuttlebus                         12 Dollar
_______________________________
zusammen                         108 Dollar pro Nase

Ob es das wert ist? Ja, ist es. Also zahlen und weiter geht’s im Text.

Wenn man durch die Kasse durch ist, geht es etwas den Berg hinauf und bald steht man an dieser Stelle, von wo aus wohl die meisten dieser Kalenderbilder gemacht sein dürften. Man hat es schon so oft gesehen, aber jetzt, wo man selbst da steht, verschlägt es einem doch den Atem. Es ist grandios, diese Stand im Hochwald und auch die vielen Touristen nehmen nichts von dieser Faszination. Außerdem verlaufen sich diese durchaus im Laufe des Tages. Trotzdem könnte man angesichts mancher fetten, kurzatmigen US-Amerikanerin oder dieser bierbäuchigen Typen mit Deppenhütchen und Khakihosen schon zum Misanthropen werden. Vielleicht wäre es gar nicht so schlecht, erst am späten Nachmittag dort aufzutauchen, wenn die meisten Touris schon wieder verschwunden sind. Und noch eins. Wenn man den Gipfel mit dem Mondtempel besteigen möchte (sehr empfehlenswert!), sollte man dies vor 13 Uhr tun, da man sonst nicht mehr hoch gelassen wird.

Um 16:20 fährt unser Zug zurück.


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